Die Geschichte des Starfighters am Verkehrslandeplatz Haßfurt-Haßberge (früher Haßfurt-Schweinfurt) begann im Jahr 2003, als ein Vereinsmitglied des Motorflugclubs (MFC) Haßfurt e.V. den ausrangierten Kampfjet erwarb, um ihn als historisches Exponat an den Flugplatz zu holen. Bei der Maschine handelt es sich um eine Lockheed F-104G Starfighter mit der Kennung 21+55.
Herkunft und militärische Vorgeschichte
• Bau & Dienstbeginn: Der Jet wurde von Messerschmitt (ARGE-Süd) gebaut, in Manching endmontiert und im Juli 1962 abgenommen. Ab August 1965 flog er beim Jagdbombergeschwader 32 (JaboG 32) auf dem Fliegerhorst Lechfeld.
• Einsatzzeit: Die Maschine leistete 2.870 Flugstunden ab, bevor sie im April 1982 offiziell ausgemustert wurde.
• Zwischenstation: Vor ihrem Umzug nach Franken diente sie unter anderem als Ausbildungskörper für die Schadensbehebung (Battle Damage Repair Trainer) und stand zeitweise in Großenhain (Sachsen) sowie in Karlsruhe.
Der Weg nach Haßfurt und die Nutzung vor Ort
• Der Kauf (2003): Hilmar Nicklaus, damaliges Mitglied des MFC Haßfurt, ersteigerte das entmilitarisierte Flugzeug im Jahr 2003 von der staatlichen Verwertungsgesellschaft VEBEG.
• Die Überführung (2006): Erst nach einer logistisch aufwendigen, dreijährigen Reise in Einzelteilen per Tieflader aus Sachsen erreichte der Jet im August 2006 endgültig den Haßfurter Flugplatz. Dort wurde er von Vereinsmitgliedern wieder zusammengesetzt.
• Heutiger Status: Der Starfighter befindet sich im Besitz des Vereins und steht als weithin sichtbarer „Eyecatcher“ und Denkmal am Flugplatzgelände. Bei den regelmäßigen Flugplatzfesten zieht das markante Relikt aus der Zeit des Kalten Krieges regelmäßig neugierige Blicke und Besucherströme an.
Infos von Seite
https://www.916-starfighter.de/Large/Pole/2155po.htm