Architektur-/Innenarchitekturfotos bearbeiten - cleaner Look

Günther Ullmann

www.fotostammtisch-weissenburg.de
PREMIUM-USER/IN
Bilder sollen aus Jurorensicht häufig sehr "aufgeräumt" und clean wirken. Störende Elemte bekomme ich natürlich wegretuschiert, kein Ding. Aber wie bearbeite ich Wandflächen, damit die homogener wirken und wenig Struktur haben, das Bild aber auf keinen Fall weichzeichnet wird? Die Linien und Kanten müssen ja wirken...
 
Das Problem hat mich auch schon öfter berührt. Aber wahrscheinlich hat keiner eine Lösung, keine Lust oder weiß nicht wovon Du schreibst.
Zumindest hat mir ein nicht unbekannter Chefredakteur mal eine stark strukturierte schwarze Wand angekreidet.
 
Bilder sollen aus Jurorensicht häufig sehr "aufgeräumt" und clean wirken. Störende Elemte bekomme ich natürlich wegretuschiert, kein Ding. Aber wie bearbeite ich Wandflächen, damit die homogener wirken und wenig Struktur haben, das Bild aber auf keinen Fall weichzeichnet wird? Die Linien und Kanten müssen ja wirken...
ich löse das Problem eher etwas "primitiv" - verwende hierfür SNAPSEED auf dem iPad > Tools > Selektiv > Struktur > Cursor auf die betreffende Stelle > Schieberegler nach Bedarf verschieben
IMG_9237.jpg
 
Grundsätzlich gefallen mir "uncleane" und strukturierte Wände (betone dies sogar manchmal). Nicht erwünschte "Störer" stempel ich - wie du und andere - natürlich weg. Möchte ich harte, kontrastreiche Strukturen nur in bestimmten Bildteilen, ansonsten eher weichere (oder auch irgendwie anders bearbeitete) Anteile in einem Bild, bevorzuge ich zwei Techniken (die ich ähnlich wie Fritz als "primitiv" bezeichnen möchte:
Ich speichere das Bild 2x (in verschiedenen Modi) ab. Danach stempel ich das Foto mit den kleineren "Änderungs-Anteilen" ins andere Bild hinein. Weiterhin funktioniert das auch mit der "Lassotechnik" in einem Bild. Man bringt "Härte/Kontur" in das zunächst "weiche" Bild an den Stellen mittels Lasso zurück, wo man es haben will.
Es gibt aber bestimmt auch elegantere Lösungen mittels "Ebenentechnik" (da bin ich nicht so fit)
 
Mich würde interessieren, bei welchem Foto Du die Struktur "verändern/verbessern" willst.
Für mich machen gerade Strukturen ein Foto interessant...
Davon abgesehen, wähle ich (im Programm Affinity) den fraglichen Bereich aus und bearbeite ihn in der Auswahl mit "Klarheit" - da lassen sich dann in der Anpassungsebene feine und grobe Effekte gut anwenden.
 
Mich würde auch das Foto interessieren. Grundsätzlich sollte bei einer Wand ja die Struktur schon sichtbar bleiben ... dachte ich jedenfalls. Vielleicht liege ich auch falsch.
Soll denn bei Dir eine Wand mit Struktur ganz glatt sein? Oder verstehe ich das falsch. Die Linien und Kanten kannst Du ja erhalten, indem Du nicht das ganze Foto weichzeichnest sondern partiell.

Mich stört bei so etwas eher die groben Unterschiede farblich, abgeblätterter Putz etc. gerade bei älterer Architektur. Da habe ich auch schon ganz Wände in Kleinarbeit bearbeitet, oft mit Stempel. Und weiße Wände sind immer diffizil.
 
Das Problem hat mich auch schon öfter berührt. Aber wahrscheinlich hat keiner eine Lösung, keine Lust oder weiß nicht wovon Du schreibst.
Zumindest hat mir ein nicht unbekannter Chefredakteur mal eine stark strukturierte schwarze Wand angekreidet.
Wieso hat der unbekannte Chefredakteur 😀 Dir das angekreidet? Warum soll eine Wand keine Struktur haben? Das würde mich mal interessieren, hat er dazu etwas gesagt? Na ja, es gibt auch Chefredakteure die vielleicht etwas schwarzempfindlich sind 😉.
 
Ich arbeite da mit Ebenen..und benutze auch gerne den Regler für Klarheit oder je nach Fall den Dunstregler(zum Aufhellen Dunst hinzufügen). Dann kommt eine Maske über die Ebene und ich hole nur das mit einem Pinsel hervor, was zu reparieren war. Außerdem kann man dann noch die Deckkraft der Ebene reduzieren.
 
Mich würde interessieren, bei welchem Foto Du die Struktur "verändern/verbessern" willst.
Für mich machen gerade Strukturen ein Foto interessant...
Davon abgesehen, wähle ich (im Programm Affinity) den fraglichen Bereich aus und bearbeite ihn in der Auswahl mit "Klarheit" - da lassen sich dann in der Anpassungsebene feine und grobe Effekte gut anwenden.
Nein, das Foto kann ich nicht zeigen, weil ich es ja dann auch hier für ein Jahr für den Wettbewerb gesperrt wäre. Vielleicht finde ich ein ähnliches Bild
 
Ich arbeite da mit Ebenen..und benutze auch gerne den Regler für Klarheit oder je nach Fall den Dunstregler(zum Aufhellen Dunst hinzufügen). Dann kommt eine Maske über die Ebene und ich hole nur das mit einem Pinsel hervor, was zu reparieren war. Außerdem kann man dann noch die Deckkraft der Ebene reduzieren.
Interessanter Ansatz! Mir hatte man mal vorgeschlagen, stattdessen mit Frequenztrennung zu arbeiten. Das Ergebnis hat nicht gefallen, vielleicht hatte ich aber auch falsche Parameter genommen…
 
Das kann ich gut verstehen, aber ein ähnliches Foto würde mich interessieren, einfach um zu sehen, in welche Richtung die Chefreddakteuren-Kritik geht.
Meines wurde ja nicht kritisiert. Aber als Beispiel könnt Ihr mal nach den Bildern von Albert Pinkl googeln. Er macht wirklich tolle Architekturfotos, die sehr clean wirken. Klar, das ist alles Geschmacksache, aber ein modernes Gebäude wirkt meiner Meinung nach immer besser, wenn es sauber wirkt und die Flächen eher weniger Struktur haben. Vor allem bei weißen Flächen macht er das wahrscheinlich sehr bewusst. In meinem Augen sieht das bei weißen Flächen auch richtig gut aus.
 
Ich habe mir gerade die Architektur-Fotos auf seiner HP angesehen, alles wirklich super-gestylt und clean.
Er hat sich scheinbar auf die Moderne spezialisiert, da passt natürlich keine Struktur- oder Material-Komponente.
Ist eben Ansichtssache im wörtlichen und übertragenem Sinn.
Da spielt die Motiv-Wahl von Anfang an eine Hauptrolle, - Bauernhäuser, romanische Burgen oder Alltags-Architektur eignet sich wohl eher nicht.

Versuch doch einfach mal die Vorschläge umzusetzen, vieles ergibt sich auch durch "learning by doing".
 

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