Gipfelstürmer

Fotohobby

Well-known member
Auf Bitten von kiri997

Ich schildere dir meine ganz persönliche Sicht, die keinerlei Anspruch auf Absolutheit hat. Und an den Reaktionen, die das Bild bekommen hat, sehe ich, dass viele meine Meinung nicht teilen werden.
Der Bildtitel lautet "Gipfelstürmer", d.h. der hochkrabbelde Rüsselkäfer ist das Hauptmotiv und sein Aufwärtsstreben ist Teil der Bildidee. Dazu passt m. E. kein Quadratformat, da dieses eher Statik ausdrückt. Ein Hochformat wäre passender.
Warum sitzt das Hauptmotiv so weit rechts im Bild? Der Käfer "blickt" nach rechts, der große leere Bildbereich würde rechts vom Hauptmotiv harmonischer wirken. So wirkt das Bild für mich unbalanciert rechtslastig
Dir hat vermutlich der schöne Hintergrund links vom Käfer gefallen. Durch eine minimale Standortverlagerung nach rechts hätte man diesen vermutlich zum Hintergrund der Kletterszene machen und den Käfer ins linke Bilddrittel verlagern können. Dann hätte auch die Blattspitze keinen Kontakt zu der Farbgrenze grau-grün, was ich ebenfalls nicht optimal finde.
Ui, ganz schön lang geworden. Ich wollte eigentlich nicht klugscheißen, aber da du mich um Begründung gebeten hast, wollte ich nicht kneifen. Wie gesagt, das ist nur meine Meinung und nach den Reaktionen der anderen auf dein Bild nicht mehrheitsfähig.
Gruß G
 
Auf Bitten von kiri997

Ich schildere dir meine ganz persönliche Sicht, die keinerlei Anspruch auf Absolutheit hat. Und an den Reaktionen, die das Bild bekommen hat, sehe ich, dass viele meine Meinung nicht teilen werden.
Der Bildtitel lautet "Gipfelstürmer", d.h. der hochkrabbelde Rüsselkäfer ist das Hauptmotiv und sein Aufwärtsstreben ist Teil der Bildidee. Dazu passt m. E. kein Quadratformat, da dieses eher Statik ausdrückt. Ein Hochformat wäre passender.
Warum sitzt das Hauptmotiv so weit rechts im Bild? Der Käfer "blickt" nach rechts, der große leere Bildbereich würde rechts vom Hauptmotiv harmonischer wirken. So wirkt das Bild für mich unbalanciert rechtslastig
Dir hat vermutlich der schöne Hintergrund links vom Käfer gefallen. Durch eine minimale Standortverlagerung nach rechts hätte man diesen vermutlich zum Hintergrund der Kletterszene machen und den Käfer ins linke Bilddrittel verlagern können. Dann hätte auch die Blattspitze keinen Kontakt zu der Farbgrenze grau-grün, was ich ebenfalls nicht optimal finde.
Ui, ganz schön lang geworden. Ich wollte eigentlich nicht klugscheißen, aber da du mich um Begründung gebeten hast, wollte ich nicht kneifen. Wie gesagt, das ist nur meine Meinung und nach den Reaktionen der anderen auf dein Bild nicht mehrheitsfähig.
Gruß G
Teilweise sind die Vorschläge sehr gut muss ich sagen, du hast dir schon was überlegt dabei!!!
 
@Fotohobby
Erst einmal danke Fotohobby, dass Du Dich so ausführlich mit dem Foto auseinander gesetzt hast. Nach Deinem ersten Kommentar hat mich interessiert, was Du genau meintest, mit dem, was Du mir geschrieben hast. Ich versuche mal darauf zu antworten.

Vorab ... so ein Käfer ist ja unterwegs an einer Knospe und läuft herum und meist muss man schnell sein, da kann man nicht lange die Positionen verändern, sonst ist er weg bzw. woanders.
Anhand der Kugel im Hintergrund weiß ich ungefähr, wo ich das Foto aufgenommen habe, da wachsen noch Rosen und es ist ziemlich eng da, da hätte ich gar nicht weiter ins Beet gekonnt, selbst wenn ich Zeit gehabt und gewollte hätte.
Vielleicht wäre es idealer, wenn der Käfer nicht nach rechts schauen würde, das war einfach so und sicher anders nicht möglich, wahrscheinlich war ich damals froh, ihn überhaupt so erwischt zu haben🙂.

Du fragst, warum das Motiv so weit rechts sitzt. Da spielt sicher der Hintergrund mit eine Rolle, das kann gut sein. Für mich ist der Hintergrund bei den meisten Fotos wichtig und hat auch einen hohen Stellenwert.

Dass das Motiv auf einer Seite ist und die andere Seite einen Leerraum hat, das mache ich öfters. Solche Fotos habe ich auch von Architekturaufnahmen. Ich mache das nach Gefühl, dass es für mich stimmt und mir gefällt das auch.
Mich hat schon mal jemand gefragt, ich meine das war bei dem filigranen Blatt, warum ich den Platz nicht mehr/besser genutzt habe - ich glaube das war Tini damals -. Das Blatt war nicht komplett, aber ich hätte auf alle Fälle einen Freiraum haben wollen, gerade das war mir auch da wichtig und macht für mich auch das Foto aus. Vielleicht ist das einfach mein Ding, mein Geschmack. Ob das nun richtig ist oder nicht, kann ich nicht beantworten.

Mit der Blattspitze an der Farbgrenze, das wäre mir jetzt gar nicht aufgefallen. Aber ich glaube nicht, dass man bei einem beweglichen Motiv, dass alles im Auge haben kann. Oder besser gesagt, ich nicht, andere können das vielleicht. Ich bin sowieso eher der spontane Fotograf, nicht mit so viel Planung im Vorfeld. Das behindert mich eher, als dass es mir nutzt.

Das Quadrat hat für mich wahrscheinlich auch so gestimmt, ich weiß nicht, ob ich damals andere Formate ausprobiert habe. Oft versuche ich mehrere Formate, bevor ich entscheide.

Wenn ich meine Fotos bearbeite, gehe ich eigentlich nicht nach irgendwelchen Regeln, sondern ich mache das mehr intuitiv, folge meinem Gefühl.

Ich war bzw. bin eigentlich ganz zufrieden mit dem Foto. Aber es ist auch interessant mal eine andere Meinung zu hören.
 
Zuletzt bearbeitet:
@kiri999
Ich war bzw. bin eigentlich ganz zufrieden mit dem Foto.
Das ist letztlich das allein entscheidende!

Bei einem Betrachter, der bei der Entstehung des Bildes nicht dabei war und die besonderen Umstände nicht kennt, löst es halt oft andere Empfindungen und Assoziationen aus als bei der Fotografin. Das darf so sein.


Danke für den Meinungsaustausch!

Weiterhin gut Licht und Spaß mit der Kamera!

Grüßle Günther
 
Das ist letztlich das allein entscheidende!

Bei einem Betrachter, der bei der Entstehung des Bildes nicht dabei war und die besonderen Umstände nicht kennt, löst es halt oft andere Empfindungen und Assoziationen aus als bei der Fotografin. Das darf so sein.


Danke für den Meinungsaustausch!

Weiterhin gut Licht und Spaß mit der Kamera!

Grüßle Günther
Ja, gerne. Gruß zurück.
 

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